Gartenbauverein München-Großhadern e.V.

Vorträge, Feste, Ausflüge

 

 

Kräuterführung am Naturlehrpfad 13.7.2019

(alle Fotos: Barbara Maria Zollner)

Vielleicht aufgrund der unbeständigen Witterung der letzten Wochen mit Wechsel von Sonne und Regen: Die Magerwiese bezaubert heuer durch besonders üppige Blütenpracht.

Flockenblumen, Nelken, Moschusmalven in allen möglichen Rosa-Schattierungen, das Blau von Wegwarte und Natternkopf, gelbblütig die Nachtkerzen, Johanniskraut und Klappertopf, dazu weiße Dolden, die man genau ansehen muss: Sind es Schafgarben oder Wilde Möhre oder gar - Vorsicht: Gift! - Schierling? Schierling fanden wir keinen, doch bei der Bestimmung der weißen Doldenblütler ist besonders auf Blätter und Stängel zu achten.

Trotz heftiger Schauer hatte sich mehr als ein Dutzend Interessierter - mit Anorak und Schirm gut gerüstet - zur Kräuterführung von Tanja Sixt eingefunden.

Sie stellte die zahlreichen Wildkräuter und ihre Heilwirkungen vor. Neben den schon genannten blühen auch der Taubenkropf (oder Seifenkraut), Spitz- und Breitwegerich, Dost und Salbei, die nicht nur bei Bienen und anderen Insekten begehrt sind, sondern auch als Würzkräuter in der Küche.

Bestimmungsbücher gibt es zahlreiche, und oft sind sie nach Blütenfarben geordnet. Zwar bieten die kleinen, handlichen Büchlein zum Mitnehmen in der Jackentasche an, doch sie lassen leider häufig Fragen offen. Besser als die die kleinen Fotoeditionen ist ein umfassender Führer mit gezeichneten botanischen Abbildungen, rät Tanja Sixt.

Tag der offenen Gartentür 30.6.2019

(alle Fotos: Barbara Maria Zollner)

Der Tag der offenen Gartentür am 30. Juni fand bei sehr heißem Sommerwetter statt; gleichwohl besuchten über vierzig Garteninteressierte den schönen Garten von Hermine Stamnitz im alten Haderner Villenviertel.

Auch die Kreisverbandsvorsitzenden Rainer Schäfers und Margot Ostermayer besuchten den Garten.
 

Iris und Pfingstrosen waren schon verblüht, doch Mohn und vielerlei Rosen - auch duftende und alte Sorten - bezauberten die Besucher.  

Blühende Hemerocallis und lichter Schatten lockten die Besucher an den Teich und das Gezwitscher von Wellensittichen und Kanarienvögeln zur Volière.

 

Mehrere Aktive unterstützten die Gastgeberin, die für ihre Gäste auch Ableger von verschiedenen Irissorten, Glockenblumen u.a. bereithielt, mit Kaffee und Obstkuchen aus selbstgezogenen Früchten.

Auch die Gemeinschaftsgärten Bienengarten Pasing und Sonnengarten Solln zogen zahlreiche interessierte Besucher an.

Bienengarten Pasing, Schlagweg 12 81241 München
Sonnengarten Solln, Littmannstr. 25, 81477 München

 

Führung durch die Asia-Gärten im Westpark 26.5.2019

Bei sonnigem Frühlingswetter kamen fast 20 Interessierte, darunter fünf Gäste, zur Führung durch die Asia-Gärten im Westpark.

Vorstandsfrau Tanja Sixt, zertifizierte Gästeführerin "Gartenerlebnis Bayern", begrüßte mit einer kleinen Einführung in die Geschichte und das Konzept des für die IGA 1983 erschlossenen Areals. Nach der Gartenschau setzten sich verschiedene Akteure der Stadt München dafür ein, dass die asiatischen Gärten und Pavillons erhalten wurden: So zählen die Nepalpagode und die Thai-Sala ebenso wie der japanische Tee-Garten und der chinesische Garten mit ihren Bauten zu den Schätzen des Westparks, der heute von den Münchnern so vielfältig und intensiv genutzt wird wie ein irgendein Park in einer chinesischen Großstadt.

(alle Fotos: Barbara Maria Zollner)

Hoch oben zwischen Bäumen - wie in der Berglandschaft des Himalaya - thront die Nepalpagode aus Salbaumholz, einem harten, harzreichen Holz, das traditionell für Tempelbauten genutzt wird. Die reichen Schnitzereien zeigen hinduistische Ornamente und Götter; in der Mitte über dem Eingang befindet sich Shiva, der Schöpfer und Zerstörer des Lebens.

(alle Fotos: Barbara Maria Zollner)

Etwas unterhalb steht die kostbar golden und farbig verzierte Thai-Sala im Bangkok-Stil wie eine Lotosblüte im Wasser. Die geweihte Buddha-Statue im Inneren wurde von deutschen Kaufmann aus Bangkok gestiftet.

Der japanische Gartenbereich im Westpark, Beitrag von Münchens Partnerstadt Sapporo, vereint verschiedene Elemente der japanischen Gartentradition - aristokratische Repräsentation ebenso wie Kontemplation. Auf unserer Führung näherten wir uns auf dem vorgezeichneten Weg wie die Gäste einer japanischen Teezeremonie dem Garteninneren mit Teich, Steg und Bühne sowie verschiedenen Steinlaternen.

Alle Elemente des Gartens spiegeln die Natur in stilisierter Weise: Kugelförmig beschnittene Büsche ähneln Steinen, Kiesbewegung und Wegeführung erinnert an bewegtes Wasser. In allen asiatischen Gärten soll das Chi - die Lebensenergie - fließen können. Der  japanische Garten mit seinen klaren Formen und eher monochromer Farbigkeit mutet streng, fast asketisch an; umso intensiver wirken die Blüten der Kirschbäume, die als Verkörperung von Schönheit, Reinheit und Glück ekstatisch gefeiert werden. Blumen im üblichen Sinne haben hier nichts verloren; im Ikebana - der Kunst des Pflanzenarrangements - finden die erlesenen japanischen Blütenzüchtungen ihre Bühne.

Im Winterhalbjahr und auch bei schlechtem Wetter bleibt die Tür stets verschlossen, weil die gekachelten Wege rutschig werden könnten: Deshalb ist ein Besuch im chinesischen Garten etwas Besonderes. Der "Garten von Duft und Pracht" war der erste original chinesische Garten in Europa; nach der IGA sollte er ursprünglich nach Frankfurt verlegt werden, wo Marianne Beuchert, die erste deutsche Chinagarten-Expertin, ansässig war.

 

Auch hier führt ein Weg durch verschiedene Gartenräume und eröffnet immer neue, gleichfalls symbolisch aufgeladene "Landschaftsbilder", die mit bildhaft passenden Pflanzen zugleich für die Jahreszeiten und Lebensalter stehen; das rote Laub des Ahorns suggeriert etwa eine Herbstfärbung. So durchschreiten die Besucher gleichnishaft den Lebensweg vom Frühling über den Sommer und Herbst bis zum Winter, von dessen hochgelegenem Pavillon aus man den ganzen Weg zurückschauen kann.

 

So durchwanderten wir an einem Nachmittag auf kleinem Raum verschiedenen Gartenbereiche, die von unterschiedlichen Religionen, Kulturen und Gesellschaften geprägt sind; gemeinsam ist ihnen die Vorstellung vom Fließen der Energie und vom Garten als einem symbolischen Ort des Lebens, an dem die Besucher Kraft schöpfen können. 

 

Gartenreise nach Südengland 13.4.2019

Mit dem Reiseveranstalter Royal Touristik, der das Thema Garten fest im programm hat, fuhr eine Gruppe kurz nach Ostern nach Cornwall. Carmen Müller betreute die Reise für den Gartenbauverein; hier ihr Bericht mit Fotos:

 

Das Programm bot eine überwältigende Vielfalt an Garten- und Parkanlagen zur Besichtigung und entzückte uns mit einer Blütenpracht von farbenprächtigen Rhododendren, Magnolien, Kamelien, Baumfarnen und vielen exotischen Pflanzen wie Palmen, Agaven, Riesenrhabarber (Gunnera), Affenbäumen (Araucarien) und Taschentuchbäumen. Auch die beiden Privatgärten, die wir besichtigen durften - einer erstreckte sich auf ein Fläche von 3,5 ha -  überzeugten von stilvoller englischer Gartenkunst. Die cornischen Küsten an der Irischen See, am Atlantik und Ärmelkanal boten traumhafte Landschaften, interessante Küstenvegetationen und charmante Hafenstädtchen.

Neben den Naturerlebnissen zeigte uns unsere kompetente Reiseleitung Melitta auch bedeutende kulturelle Stätten wie z.B. die Kathedrale von Exeter. Mit ihrer humorvollen österreichisch-cornischen Art übermittelte uns Melitta zudem viel Wissenswertes über Geschichte, Wirtschaft und Gesellschaft von England. Marek, unser Busfahrer fuhr uns sicher und zuverlässig die sechs Tage lang, auch durch London im Berufsverkehr.

Die 17 Mitfahrer waren während der ganzen Busfahrt und bei den Ausflügen eine sehr wohlwollende harmonische Gruppe, die täglich mehr zusammenwuchs und jeden Abend im Hotel bei englischem Lagerbier oder einem landestypischen Wein in gemütlicher Runde über den erlebnisreichen Tag plauderte.

Resümee: Unsere Cornwall Reise war ein wirklich toller Erfolg! Wir werden nun solche größeren Reisen regelmäßig ins Programm des Gartenbauvereins mitaufnehmen. Vielleicht geht es in zwei Jahren nach Schottland oder zur Blumeninsel Madeira (Fotos: Carmen Müller).

Hasenparcours auf dem Naturlehrpfad - 13.4.2019

 

Bienennahrung für den Naturlehrpfad - Ansaataktion 22.3.2019

 

An die fünfzehn Mitglieder und Interessierte fanden sich am Samstag, 22.3.19 bei strahlender Sonne am Naturlehrpfad Kriegerheimstraße zusammen, um Bienenfutter zu säen.

 

Unsere neue 1. Vorsitzende, Gartenpflegerin Tanja Sixt, leitete die Aussaat heimischer Waldwiesenblumen aus, um die Artenvielfalt an den Gehölzrändern zu erhöhen (Fotos: Barbara Maria Zollner).

An Gehölzrändern ist der Boden meist trocken. Nur jetzt, so lange Büsche und Bäume noch kein Laub tragen, bekommen die Standorte Sonne; deshalb gedeihen hier nur Frühjahrsblüher und schattentolerante Pflanzen.

 

Es kann ein, zwei Jahre dauern, bis die ca. 24 Arten der biologischen Saatmischung Fuß fassen - doch dann sollten sie auch zur Blüte kommen und das Nahrungsangebot für Insekten erweitern. Halten Sie die Augen offen!

 

 

 

Mitgliederversammlung und Vorstandswahl - 22.3.2019

Bei der Mitgliederversammlung am Freitag, 22. März 2019, im Pfarrsaal von St. Canisius, wurde der Vorstand neu gewählt. Nach dem Rechenschaftsbericht über die Aktivitäten des Jahres 2018 entlastete die Mitgliederversammlung die bisherigen Vorstandmitglieder einstimmig. Mitglieder und Vorstandskolleginnen verabschiedeten Christian Purger und dankten herzlich für sein Engagement: Nach acht Jahren als 1. Vorsitzender kandidierte Christian nicht mehr für dieses Amt.

Seine Nachfolgerin ist Tanja Sixt, die sich als Gartenpflegerin und Betreuerin der Schulgärten schon länger im Verein engagiert. Sie wurde, ebenso wie die 2. Vorsitzende Carmen Müller,  Schatzmeisterin Theresia Ohneiser und Schriftführerin Barbara Maria Zollner einstimmig gewählt.
Ein musikalisches Intermezzo für Querflöte und Klavier (Rebecca und Carmen Müller) und A cappella-Gesang des - diesmal um vier Damen erweiterten - "Männerchorensembles" leitete zum Vortrag über; Danke an alle Musiker/-innen!

v.re.n.li: Carmen Müller, Theresia Ohneiser, Christian Purger, Tanja Sixt, Barbara Maria Zollner (Foto: Stefan Sixt)

Im zweiten Teil des Abends stellte Carmen Müller die Geschichte des Bastionsgarten auf der Willibaldsburg in Eichstätt vor, der in diesem Sommer Ziel des Jahresausflugs ist. Im 16. Jahrhundert entstand dort unter fürstbischöflicher Herrschaft einer der ersten Zier- und Lustgärten überhaupt, in dem exotische Pflanzen  - vor allem aus Süd- und Südosteuropa - kultiviert wurden.

Ab Ende des 16. Jh.s sorgte der Apotheker und Botaniker Basilius Besler im Auftrag des Fürstbischofs Johann Konrad von Gemmingen für den Garten. Er fertigte aufwändige, naturgetreue Kupferstiche von mehreren Hundert Pflanzen; sein 1613 verlegter Prachtband machte den Hortus Eystettensis unsterblich - über die Zerstörungen des Dreißigjährigen Krieges hinaus.

Der originale Garten ging verloren, seine genaue Lage ist unbekannt. Ab Mitte der 1990er Jahren renovierte die Bayerische Schlösserverwaltung das erhaltene so genannte Botanikerhaus und erweckte in der Bastion der Willibaldsburg den Garten auf Basis der Überlieferungen wieder zu neuem Leben. Mehr hier.

 

Frühjahrsputz im Garten - 17.3.2019

Die Natur ist schon weit dieses Jahr - und auch wenn es nachts noch kalt wird, gehören die Rosen abgehäufelt und zurückgeschnitten. Auch die meisten anderen Stauden brauchen einen Rückschnitt. Worauf man dabei achten sollte, erklärte Tanja Sixt (Foto: Barbara Maria Zollner) beim traditionellen "Frühjahrsputz": Gartenhortensien darf man weniger stark schneiden als "wilde" Sorten wie die Schneeballhortensie oder die Rispenhortensie, die über der Gabelung gekürzt wird. Auch bei Rosen und Clematis kommt es auf die Sorten an. Salbei oder Lavendel darf man bis ins Holz zurückschneiden, damit sie nicht überaltern. Und die Elfenblumen und manch anderen Bodendecker kommt man mit der Rasenkantenschere am schnellsten bei. Fast 20 Interessierte kamen zum Zugucken und selbst Schneiden...

Kalt war's auf der Zugspitze - 8.3.2019

 

Kaum veröffentlicht, schon ausgebucht war der Ausflug zur Zugspitze am Freitag, 8.3.2019. Gartenbauvereinsmitglied Dr. Ludwig Ries führte durch die Umweltforschungsstation im Schneefernerhaus, Deutschlands höchstgelegener Forschungsstation. Ein Rundgang auf dem Gipfelareal einschließlich der österreichischen Seite bei hochalpin-winterlichen Temperaturen und natürlich eine Einkehr auf dem Berg gehörten dazu (Fotos: Carmen Müller)

Obstbaumschnitt auf der Streuobstwiese - 16.2.2019

Am Samstag, 16.2.2019, 15 Uhr, zeigte unser Gartenfachmann Gregor Meyer-Bender bei mildem Wetter in der Grünanlage an der Reformationsgedächtniskirche (Holzapfelkreuther Straße), wie im ausgehenden Winter Obstgehölze fachgerecht geschnitten werden. Das interessierte viele; wir zählten gut 25 Teilnehmer_innen...

Der Apfelbaum, der dieses Jahr als Modell diente, wurde vor zwei Jahren schon einmal geschnitten. Daran konnte man gut zeigen, was ein normal gepflegter Baum an Schnitt braucht. Mehr als man denken würde, wie kollektive Seufzer erkennen ließen: Was? Den auch noch? Der ist doch so schön!
Doch "schön" sind Äste, die kaum Nachtrieb zeigen und nach unten wachsen, nur noch optisch (wenn überhaupt). Und junge Triebe, die fruchten sollen, brauchen Licht.

Wo fangen wir also an?

Erst schauen, dann beherzt schneiden und erstmal für Durchblick sorgen...

...denn ein Hut sollte zwischen den Ästen durchpassen.

Und was ist jetzt hier Fruchtholz?

Gregor Meyer-Bender zeigt, wie sich einjähriges vom zweijährigen Holz unterscheidet - durch die Dicke und ausgeprägte "Augen".

Und sieht er nicht gut aus nach dieser sorgfältigen Behandlung?

 

Schauen Sie mal vorbei in der Holzapfelkreuther Straße, beoachten Sie, wie er sich übers Jahr entwickelt - und auch sein Kollege, der Pflaumenbaum, der letztes Jahr eine Kur bekam. Es stehen noch mehr Bäume auf dieser Wiese, die der Pflege bedürften - wenn Sie sich beteiligten wollen, melden Sie sich doch bei uns (Fotos: Barbara Maria Zollner).

Von Rosen und Unkraut. Literarischer Gartensalon - 3.2.2019

Trotz (oder wegen?) starken Schneefalls fanden sich im Atelier von Ellen Sick 15 Besucher_innen zusammen, um bei Tee und Kuchen Gedichten und Prosa über das Herzensthema Garten zu lauschen:

Vom Poesiealbumvers bis zur modernen Lyrik, von Goethe über Rückert und Hesse bis Gottfried Benn, William Carlos Williams oder Jan Wagner, von den philosophischen Reflexionen gärtnernder Schriftsteller wie Jakob Augstein oder Eva Demski bis zu Barbara Frischmuths Verteidigung der Rosen gegen Rehe reichte das Spektrum und fand herzlichen Beifall (Foto Tanja Sixt).

 

Vögeln in die Nester geschaut - 21.11.2018

 

Sehr novemberlich zeigte sich das Wetter am Buß- und Bettag, als Henning Seelos ein Häuflein wetterfester Interessierter in die Geheimnisse der Vogelnester einweihte. Seit vielen Jahren engagiert sich das LBV- und Gartenbauvereinsmitglied beim LBV für Vogelschutz; er betreut ehrenamtlich die 12 Nistkästen am Naturlehrpfad Kriegerheimstraße und zahlreiche weitere im Waldfriedhof.

Vor Beginn der Frostperiode sollen die Nistkästen - auch im heimischen Garten - entleert und gereinigt werden, damit die Vögel sie im Winter als Zufluchtsstätte nutzen können. Manchmal findet man verlassene Eier oder tote Jungvögel, die darauf schließen lassen, dass das Brutpaar gestört wurde oder umkam. Katzen, Marder, Eichhörnchen, Raben oder Elstern sind Nesträuber. Frei hängende Nistkästen sind am wenigsten gefährdet.


Es gibt passende Brutkästen für verschiedene heimische Singvogelarten; Höhlenbrüter wie z.B. Blau- und Kohlmeise oder Kleiber nehmen Kästen gerne an. Stare sind bei uns leider äußerst selten geworden. Übrigens: von 4. bis 6. Januar 2019 ruft der LBV wieder zur Stunde der Wintervögel auf: Schauen Sie aus dem Fenster und zählen Sie mit! Alle Fotos: Barbara Maria Zollner

Pflanzentauschbörse am 13.10.2018

(Foto: Christian Purger) Am Samstag, 13. Oktober 2018, fand unsere Pflanzentauschbörse im Garten von Christian und Anschi Purger in der Pfingstrosenstraße statt: zahlreiche Mitglieder und Gäste brachten Gartenstauden, aber auch Topf- und Zimmerpflanzen fanden neue Besitzer. Die Besucher/-innen nutzten die Gelegenheit zum Austausch von Erfahrungen und Tipps - von der Schneckenbekämpfung bis Düngung und Schnitt ...

Weinfest in St. Canisius Gärten als Beitrag zur Artenvielfalt

Am Freitag, 12.10.2018, eröffnete Christian Purger um 18 Uhr das traditionelle Weinfest in St. Canisius mit Federweißem und Zwiebelkuchen.

Die eingeladene Referentin Sabine Birnbeck (LBV Landesbund für Vogelschutz) machte in ihrem umfassenden Vortrag: Nester, Höhlen, Futterplätze – Lebensraum für Tiere in unseren Gärten deutlich, wie wir in unseren Hausgärten einen wertvollen Beitrag zur Erhaltung der Artenvielfalt leisten können, indem wir Vögeln, Insekten und anderen kleinen Tieren wie Igeln Lebensraum und Nahrung bieten. Gartenexperte Gregor Meyer-Bender stellte zahlreiche Pflanzen vor, mit denen wir Bienen und anderen Insekten (nicht zu vergessen: den Wildbienen!) das ganze Jahr über Nektar und Pollen im Garten anbieten können.

Dazwischen unterhielt das Männerchorensemble die über 50 Besucher mit A capella-Gesang; Carmen Müller stellte Details der geplanten Gartenreise nach Cornwall im Frühjahr 2019 vor (alle Fotos: Barbara Maria Zollner)

 

7.10.2018 Gartengeschichtliche Führung mit Ümit Schaul -  Maximiliansanlagen am Isarhochufer

Über zwanzig Mitglieder und Gäste interessierten sich für unsere exklusive Führung: Ümit Schaul, auf Gartenkunst spezialisierte Kunsthistorikerin, führte uns durch ein Gartendenkmal mitten in München, das die meisten Bewohner noch nie als solches wahrgenommen haben: die Maximiliansanlagen. Sie erstrecken sich am rechten Isarhochufer vom Gasteig nordwärts bis zur Max-Joseph-Brücke / Mauerkircherstraße. Unser Spaziergang begann bei bedecktem Himmel, doch milden Temperaturen, an St. Nikolai am Gasteig und endete in einem hübschen Café in der Mauerkircherstraße.

Carl von Effner gestaltete die weitläufigen Anlagen am östlichen Isarhochufer im Auftrag des bayerischen Königs Maximilians II., der die Erweiterung der Stadt nach Osten anstrebte. Das ursprünglich stark ansteigende Gelände diente einst als Schafweide; die flussnahen Bereiche konnten als Überschwemmungsgebiet nicht genutzt werden. Effner ließ das Gelände modellieren, schuf dadurch verschiedene Ebenen, die durch vielfältige Wege abwechslungsreich verbunden sind.

Anders als in den älteren Landschaftsgärten, die der Überraschung zuliebe nicht erlauben, die Wege zu überblicken, gehört der Blick in die Weite, auf andere Wege und Spaziergänger dazu: der Bürger des späten 19. Jahrhunderts wollte und sollte promenieren und in der Stadt einen erholsamen Aufenthalt im Grünen erleben können.

So gestatten Geländebewegungen immer wieder reizvolle Durchblicke - auf Wasser und Wege.

Ein charakteristisches Element sind die dekorativ in Gruppen gepflanzten Buchen und andere Laubbäume; allein schon deshalb ist der Park ein kostbares grünes Band von der Au über Haidhausen nach Bogenhausen.

Als Erholungsareal wird er vor allem von Anwohnern oder Menschen genutzt, die in der Nähe arbeiten - und die Weitläufigkeit der Anlage sorgt für das Gefühl, ganz für sich in der Natur zu sein.

Das Maximilianeum - ursprünglich Bildungsinstitut, heute Sitz des Bayerischen Landtags - bildete das architektonische Herzstück der Effnerschen Maximiliansanlagen.

Als Prinzregent Luitpold Ende des 19. Jahrhunderts mit der Prinzregentenstraße einen weiteren Straßenzug nach Osten errichten ließ, erhielt dieser eine barockisierende Stiegenanlage, darauf weithin sichtbar die Säule mit der Siegesgöttin Viktoria oder Nike: der Friedensengel, erbaut zur Feier der 25-jährigen Friedenszeit nach dem Krieg von 1871.

Passend zu dem historisierenden Bauwerk finden sich hier auch barocke Gartenelemente.

Auf dem Weg nach Norden kann man ein Denkmal für König Ludwig II. entdecken:

 

Ganz in der Nähe wollte der König von Gottfried Semper ein Festspielhaus für Richard Wagner errichten lassen. Das bekam München jedoch erst gute dreißig Jahre später, als Max Littmann das Prinzregententheater baute...


Ist der Blick erst geschärft, entdecken aufmerksame Spaziergänger in diesen Anlagen überall reizvolle Details und Stimmungen.

Alle Fotos: Barbara Maria Zollner - weitere Infos: www.schloesser.bayern.de

 

Lichterrundgang durch Haderner Gärten 15.9.2018

Zum Sommerausklang öffneten einige Mitglieder ihre Gärten und luden zum Lichterrundgang ein - und zahlreiche Besucher folgten der Einladung (alle Fotos: Carmen Müller).

Nicht nur Vereinsmitglieder, Nachbarn und Interessierte aus dem Münchner Süden ließen sich von den Ankündigungen (u.a. in der Süddeutschen Zeitung) verlocken, sondern auch Gäste aus dem nördlichen Bayern und sogar aus der Pfalz.

 

Die meisten besuchten mehrere Gärten, freuten sich über die herbstlichen Blüten, fragten nach Sorten und Pflege und nutzten die Gelegenheit zum Schwatz mit den Gärtnerinnen bei Saft oder Wein und kleinen Leckereien.

Mit Einbruch der Dämmerung verwandelten Lichterketten, Kerzen, Fackeln und Windlichter die vertrauten Silhouetten von Beeten und Bäumen in Zaubergärten.

Im Licht von Fackeln und Feuerschalen ließ sich auch die feuchte Kühle des Taufalls noch ein Weilchen aushalten, und als die letzten Gäste gingen, blieb das schöne Gefühl: Es hat allen Freude gemacht - und so hoffen wir, dass beim nächsten Mal auch neue Gärten mitmachen.

 

Jahresausflug Kloster Roggenburg und Staudengärtnerei Gaißmayr Illertissen 3.8.2018

Eine reizvolle Kombination von Kultur und Garten bescherte der diesjährige Busausflug ins Schwäbische (Fotos, wo nicht anders vermerkt, von Barbara Maria Zollner).

Die erste Etappe führte ins Prämonstratenserkloster Roggenburg. Bis heute widmen sich dort Mönche der Seelsorge; die stattliche Klosteranlage berbergt neben den Räumlichkeiten des Klosters ein Tagungs- und Bildungszentrum und eine Klosterwirtschaft, in deren Gastgarten wir sehr gut zu Mittag aßen.

Das Roggenburger Chorherrenstift ist ein beeindruckendes Beispiel des schwäbischen Barock/Rokoko; die der Gottesmutter gewidmete Kirche verfügt über ein Chorgestühl für 25 Patres, Bruderschaftsaltäre in den Seitenkapellen und kunstvollen Zierat mit teilweise originalen Fresken; die im 19. Jahrhundert eingestürzten Deckengemälde wurden um 1900 durch Motive aus dem Marienleben ersetzt.

Im lichten Weiß-Gold der Orgelempore glänzen die 3.600 Orgelpfeifen der "großen Roggenburgerin", die zu Gottesdiensten und Konzerten erklingen; sogar für Effekte wie Vogelgezwitscher und Hagelschlag ist die Orgel ausgerüstet.

Ein besonderer Schatz der Roggenburger Kirche sind ihre Reliquien: vier Ganzkörperskelette frühchristlicher Martyrer/-innen. Sie werden, erläuterte unsere Führerin, alljährlich beim Leiberfest zu Maria Himmelfahrt festlich mit Blumen geschmückt und bei einem prächtigen Umzug gezeigt.

Etwas Besonderes ist auch die Statue der schwangeren Maria, die zusammen mit Joseph den Altarraum ziert; an sie wandten sich werdende Mütter mit der Bitte um gesunde Kinder und dankten für glückliche Geburten.

Mit Szenen biblischer Speisungen prachtvoll ausgemalt ist auch das Refektorium des Klosters (Bild oben). Das Deckengemälde der später vollendeten, klassizistischen Bibliothek zeigt die Bergpredigt; die kunstvoll geschnitzten Bücherregale sind heute überwiegend mit Leihgaben der Bayerischen Staatsbibliothek gefüllt, da die Bestände der Klosterbibliothek aufgrund der Säkularisation weitgehend verloren sind.

Von dort hat man einen schönen Blick über den in barocker Gestalt rekonstruierten Klostergarten, in dem einzelne Bereiche wichtigen Lehrern klösterlicher Botanik und Heilkunde wie Walafrid Strabo oder Hildegard von Bingen gewidmet sind; die Erläuterungen zu den Pflanzen im Internet können über QR-Codes direkt abgerufen werden.

Das Efeu-Labyrith mit 280 verschiedenen Sorten entstand mit Unterstützung von Dehner auf der Grundlage einer nachgelassenen Privatsammlung.

(Foto: Tanja Sixt) Nach dem Mittagessen ging es mit dem Bus weiter in die Staudengärtnerei Gaissmayr, einem der ersten deutschen Bio-Betriebe, der mit an der Ausarbeitung der Bioland-Richtlinien beteiligt war.

Von der Hitze unbeeindruckt führte uns die junge Gärtnerin vorbei an großen Gewächshäusern und Beetanlagen, gegliedert nach den Standorterwartungen der Pflanzen.

Sie erläuterte die Vorgehensweise bei der Vermehrung der Pflanzen. Der Mutterpflanzenacker umfasst 15.000 verschiedene Sorten - alle, die in der Geschichte der Gärtnerei je erprobt wurden. Das tatsächliche Sortiment umfasst ca. 3.000 Sorten, jede davon wird drei Jahre in der Gärtnerei erprobt, ehe sie Aufnahme ins Sortiment findet; entsprechend den Verkaufsergebnissen und klimatischen Veränderungen wird das Sortiment immer wieder angepasst.

Auf Tafeln an den Gewächshäusern sind die Namen der jeweils betreuenden Gärtner vermerkt; überall sorgfältige Beschriftungen, einfache, mit Bedacht gewählte Materialien und Sinn für Schönheit im Detail ergeben ein harmonisches Ganzes.

Die Schaugärten sind in verschiedene Wachstumszonen bzw. Standorte wie Halbschatten, Schatten oder Vollsonne gegliedert und mit passenden Kunstwerken gestaltet.

Auch die Laufenten, gehalten als Schneckenjäger, suchen sich an dem heißen Augusttag schattige Plätzchen.

Angesichts der sengenden Sommersomme lockte bald das Gartencafé mit selbst gemachten Limonaden. Im Museum für Gartenkultur gab es dann noch nach Farben gestaltete Beete und einen Duftgarten zu entdecken, außerdem einen Dahlienbereich, in dem sich zufällig entstandene Kreuzungen entfalten dürfen, Obstbäume und Holzskulpturen, die Bienenstöcke beherbergen...

Dann trug manch einer in Spankistchen seine Beute davon: im Gepäckbereich des Busses war genügend Platz für Taglilie und Echinacea - oder was sonst so gekauft wurde.

Ehe es an den Heimweg ging, war noch Gelegenheit, das Vöhlin-Schlösschen zu besuchen:

Auf der Anhöhe über der Iller gelegen, mit einem liebevoll bepflanzten Innenhof, beherbergt es heute u.a. Bildungsstätten, das Heimatmuseum und ein Bienenmuseum.

Dann brachte uns der Bus gut und ohne Verzögerungen nach Hause. Alle Ziele lohnen eine Wiederkehr - die Gärtnerei Gaissmayer natürlich besonders zur Pflanzzeit im Herbst oder im nächsten Frühjahr.

Wildkräuterführung am Naturlehrpfad - 21.7.2018

Trotz Regens fanden sich fast zwanzig Interessierte am 21.7.2018 zur Wildkräuterführung zusammen. Auf der Magerwiese am Naturlehrpfad ist eine beeindruckende Vielfalt von Gewächsen zu entdecken, denn auf mageren Böden ist die Artenvielfalt weitaus größer als auf fettem - sprich: gedüngtem - Boden: zum Beispiel Taubenkropf und Leimkraut, Wiesensalbei und Moschusmalven, Braunellen und Knäuelglockenblumen, Nachtkerzen und Nelkenwurz, Johanniskraut oder Frauenmantel (alle Fotos: Barbara Maria Zollner).

Johanniskraut

Nelken und Braunellen

Nachtkerzen

Und auch das schlechte Wetter hatte seine Vorzüge: Bei bedecktem Himmel leuchtet das zauberhafte zarte Blau der Wegwarte besonders schön.

Pflanzenexpertin Tanja Sixt erläuterte nicht nur die Erkennungsmerkmale und Familienzugehörigkeit der verschiedenen Kräuter, sondern auch ihre Verwendungsweise und Wirkung. Schon die gebräuchlichen Namen geben zuweilen Hinweise auf Gebrauch und Nutzen, so hilft der Frauenmantel bei Menstruations- und Wechseljahresbeschwerden und fördert den Milchfluss.

Interessantes über die verschiedenen volkstümlichen Pflanzennamen, ihre Herkunft und die Geschichten, die sich daran knüpfen, hat die Botanikerin Rosemarie Gebauer in dem Buch "Jungfer im Grünen und Tausendgüldenkraut" zusammengetragen.

Zur Bestimmung der Pflanzen empfiehlt Tanja Sixt z.B. den "Illustrierten Pflanzenführer für unterwegs" von BLV.

Ausflug zur Landesgartenschau nach Würzburg - 23./24.6.2018

Unsere diesjährige Fahrt zur Landesgartenschau mit Rahmenprogramm war wieder ein toller Erfolg! Die Landesgartenausstellung an sich hat uns zwar am wenigsten begeistert, da diese nach dem gleichen Modell aufgebaut wie viele andere und eher die stadtplanerische Ausrichtung im Vordergrund steht als die Blumenpracht. Aber die anderen Programmpunkte: etwa ein sehr gutes, gemütliches Abendessen beim Maulaffenbäck, einem typischen fränkischen Weinlokal, unsere Besichtung der Stadt mit einer hervorragenden Stadtführerin und der Besuch im staatlichen Weinkeller der Residenz haben die Reise zu einem echten Erlebnis gemacht. Auch unsere Unterkunft im Hotel Burkadushaus, an den Würzburger Dom angebaut und mit Zimmeraussicht auf den Kreuzgang, war besonders und beeindruckend. In Erinnerung wird uns auch die um zwei Stunden verspätete Zugrückfahrt bleiben, die wir trotz aber trotz Strapaze gemeinschaftlich gut meisterten.

Zeitreise durch den Waldfriedhof - 5.5.2018

Anni Neumaier führte am 5. Mai bei frühlingshaftem Wetter durch den Waldfriedhof und erzählte kurzweilig von der Geschichte des Friedhofs und Anekdoten aus dem Leben der dort begrabenen Prominenten (Foto: Barbara Maria Zollner).

Frühlingserwachen im Westpark - 22.4.2018

Bei sommerlichen Temperaturen führte Tanja Sixt, zertifizierte Gästeführerin Naturerlebnis und fachkundige Ratgeberin im Gartenbauverein Großhadern, am 22. April 2018 bei sommerlichem Wetter durch die Pflanzanlagen im westlichen Teil des Westparks.

Mitglieder und Gäste staunten, wie trotz des lebhaften Wochenend-Treibens auf Wiesen und Wegen zwischen den Pflanzungen ruhige Oasen zu finden sind. Auch die mit Gehölzen bepflanzten Wälle frieden den zur Internationalen Gartenausstellung 1983 errichteten Park ein und schirmen die Geräusche von Stadt und Autobahn ab. Das bewegte Gelände und das Pflanzkonzept orientiert sich an der Moränenlandschaft der  bayerischen Voralpen mit ihren Seen; an die naturnahen Bereiche schließen sich im Inneren gestaltete Zonen an. Der Masterplan dieser gestalteten Landschaft stammt von dem Gartenarchitekten Peter Kluska, der bei seiner Anlage in seinem Konzept die spätere Nutzung als Erholungsgelände in der Stadt bedacht hatte.

Die Pflanzungen, im Detail von verschiedenen Gestaltern geplant, orientieren sich an den Standortqualitäten, z.B. Waldrand und lichter Schatten, feuchte Standorte oder trockene, vollsonnige bis hin zu Magerzonen. Diese damals für Gartenschauen ungewöhnliche Herangehensweise wurde in England als "New German Style" bekannt und machte z.B. die Planerin Rosemarie Weiß berühmt.

Foto: Barbara Maria Zollner

Angeleitet von der kundigen Führerin Tanja Sixt entdeckten die Teilnehmer/-innen die Standortansprüche und Eigenheiten zahlreicher Pflanzen: wie etwa helle Laubfärbungen oder behaarte Blätter vor Verdunstung schützen - und wunderschöne Sorten. Ist der Blick erst einmal geschärft, spaziert man durch die Zonen des Westparks wie durch einen zauberhaften Gartenbildband.

Frühjahrsputz im Garten - 25.3.2018

Nachdem am ersten Termin dicker Schnee die Beete bedeckte, lud Tanja Sixt am 25.3.2018 erneut zum "Frühjahrsputz" in ihren Garten. Fragen an die Gartenpflegerin gab es viele - zum Beispiel: Welche Hortensienart soll wie tief geschnitten werden? Bei den farbigen Gartenhortensien nur die Blüten, die Schnellballhortensien vertragen kräftigen Rückschnitt, Rispenhortensien eine Handbreit über der Gabelung...

Foto: Barbara Maria Zollner

Dürfen wir wirklich schon an die Rosen ran? Ja, zur Forsythienblüte können die Rosen geschnitten werden. Was machen wir mit den Clematis? vor allem düngen, wie alle Prachtstauden sind sie Fresser und Säufer...

Bei dem gartenpraktischen Rundgang erläuterte Tanja Sixt nicht nur den richtigen Schnitt, sondern auch Wissenswertes über Kompost und biologische Krankheitsabwehr und Pflanzenstärkung (Beinwelljauche). Entscheidend für das Gartenglück ist auch die Wahl des richtigen Standorts für die Pflanze (oder der richtigen Pflanze für den Standort...).

 

Foto: Barbara Maria Zollner

Die Blauraute mag es jedenfalls heiß und trocken wie der Lavendel. Bis die beiden im Hochsommer ihre blau-violetten Blütenrispen entfalten und Bienen beglücken, dauert es noch, doch einstweilen genießen die Krokusse den sonnigen Standort.

Mitgliederversammlung mit Vortrag: ein Großhaderner Gartenjahr

Bei der diesjährigen Mitgliedersammlung am Freitag, 23.3.2018, konnte der Gartenbauverein Großhadern einige neue Mitglieder begrüßen: Herzlich willkommen! Erfreulich auch der Rückblick auf einen Reigen gelungener Veranstaltungen und Ausflüge.

Viel ehrenamtliches Engagement ermöglicht solche Programme, und so dankten Carmen Müller (ganz links) und Christian Purger (ganz rechts) Gregor Meyer-Bender, Hermine Stamnitz,Tanja Sixt und Henning Seelos für ihren tatkräftigen Einsatz.

Foto: Barbara Maria Zollner

Umrahmt wurde die Mitgliederversammlung vom Männerchor Ensemble, die in bester Comedian Harmonists-Tradition Frühlingslieder darbot.

 

Foto: Barbara Maria Zollner

Mit bezaubernden Fotografien führte Hermine Stamnitz, unterstützt von Carmen Müller, die Anwesenden dann durch die Jahreszeiten in ihrem Großhaderner Garten: Eine erstaunliche Sorten- und Blütenvielfalt war da zu erleben, kommentiert von der kundigen Gärtnerin, die gerne ihre langen Erfahrungen mit der Pflege und Vermehrung weitergibt.

Obstbaumschnitt - richtig gemacht

Am Samstag, 17.2.2018, demonstrierte unser Experte Gregor Meyer-Bender den winterlichen Obstbaumschnitt auf der Streuobstwiese an der Holzapfelkreutherstraße vor der Reformationsgedächtniskirche.

Fotos: Barbara Maria Zollner

Der kleine Pflaumenbaum - man könnte ihn "Struppi" nennen - hat schon einige Jahre keine Schere mehr gesehen. Doch Blüten und Früchte brauchen Licht und Luft. Auf zuviel Dickicht reagiert der Baum mit gakeligen Trieben und wenig Produktivität.

Bei der Auswahl der förderwürdigen Triebe muss man in die Zukunft denken: Wohin entwickelt sich dieser Trieb? Vor allem bei konkurrierenden Ästen fällt die Entscheidung nicht immer leicht. Der Wuchs sollte nach außen und oben streben, und zwischen den Ästen sollte ein Hut (zumindest eine Mütze) durchpassen.

Foto: Barbara Maria Zollner

Ca. 16 Gartenfreunde waren - unbeirrt vom Schneegestöber - dabei, als der kleine Baum seine Schönheitskur erhielt. Freilich: Was über Jahre versäumt wurde, lässt sich nicht in einem Schnitt wieder korrigieren - als Gärtner braucht man ein bisschen Geduld und Zuversicht. Wenn nicht jeder Schnitt 100% perfekt ist: Es wächst ja wieder, wie tröstlich.

Ganz wichtig: Ordentliches Werkzeug, scharfe saubere Klingen verwenden. Fruchtmumien und Zweige mit Pilzbefall gründlich entfernen.

Foto: Barbara Maria Zollner

Und hier das Ergebnis der Kur: Kann sich doch sehen lassen. Behalten Sie den Kleinen im Auge, wenn das Wetter mitspielt, wird er sich prächtig entwickeln...

Adventskränze selbstgemacht - zum 1. Advent 2017

Foto: Carmen Müller

Zauberhafte Adventskränze entstanden in der Woche vor dem 1. Advent bei Hermine Stamnitz: Sie zeigte, wie mit eigenem oder gekauften Zweigen von Nadelbäumen oder immergrünen Sträuchern plus Beeren, Bändern und allerhand Dekoration stimmungsvolle Gestecke entstehen - so hübsch wie aus dem Blumenladen...

Den Vögeln in die Nester geschaut - 22. November 2017

Foto: Barbara Maria Zollner

Über 20 interessierte Erwachsene und Kinder trafen sich am Buß-und-Bettag bei sonnigem Wetter zur Vogelnesterführung mit Henning Seelos, der sich beim Landesbund für Vogelschutz und im Gartenbauverein Großhadern engagiert. Er kümmert sich das ganze Jahr um die Nistkästen am Naturlehrpfad Kriegerheimstraße sowie im Waldfriedhof.

Foto: Barbara Maria Zollner

Auch im heimischen Garten sollte man vor dem Winter die Kästen leeren und säubern, um Ungeziefer, verlassene Gelege, gelegentlich auch tote Vögelchen zu entfernen. Der ideale Zeitpunkt dafür ist ein trockener Tag nach dem ersten Frost, der Flöhe und andere Parasiten unschädlich macht. Die ausgefegten Brutkästen sollten draußen bleiben, denn sie nützen den Vögeln als Winterschutz.

Anhand der Größe und Form der Nester können wir die Bewohner der Nistkästen identifizieren:

Häufig sind Kohlmeisen und Blaumeisen, die schöne kompakte Nester weben; vor allem die Kohlmeisen polstern ihr Heim gerne mit Moosen, Wollfasern oder Hundehaaren aus. Ein verkleinertes, zugekleistertes Schlupfloch deutet auf die Brutstätte eines Kleiber (auch: Spechtmeise) hin.

Foto: Barbara Maria Zollne

Henning Seelos zeigte typische Beispiele für Gelege und Nester und gab hilfreiche Hinweise zum Anbringen der Vogelhäuschen:
Frei hängende Nistkästen bieten den besten Schutz vor Katzen, Krähen und Eichkätzchen. Um den Baum zu schonen sollen Nistkästen nicht genagelt, sondern an ausreichend großen Haken oder Schlaufen über Äste gehängt werden; mit einer Teleskopstange lassen sich die Nistkästen dann leicht auf- und abhängen.
Freibrüter wie Amseln, Finken, Grasmücken und die können nicht mit Brutkästen angelockt werden. Beim Friedhofsrundgang waren neben Vogelnestern und neugierigen Eichhörnchen auch ein Hornissennest und ein Fuchsbau zu entdecken (den Weg dorthin weisen die Füchse selbst - durch angeknabberte Friedhofskerzen...)

Foto: Barbara Maria Zollne

Wer mehr wissen will, dem empfiehlt der Vogelexperte Henning Seelos den "Erlebnis-Guide Vögel: Sehen, hören und erleben" von Einhard Bezzel - und, zum schnell Nachhören im Internet, die Website www.deutsche-vogelstimmen.de

Pflanzentausch im Garten Purger am 14. Oktober 2017

Zur Pflanzentauschbörse hatte dieses Jahr der 1. Vorsitzende Christian Purger in die Pfingstrosenstraße geladen. Im goldenen Licht eines fast sommerlichen Oktobernachmittags trafen sich an die zwanzig Mitglieder und gärtnernde Gäste, um geteilte Stauden, getopfte Ableger und Zimmerpflanzen zu austauschen und bei Kaffee und Anschi Purgers feinen Miniguglhupfs zu fachsimpeln.

Foto: Barbara Maria Zollner

Seltene Wildpelargonien, Fuchsien, gelbe und blauen Wasser-Iris und verschiedene Iris barbata, zahlreiche Dahlien, Immergrün, Carex-Gräser,  Anemone japonica und viele andere Gartenpflanzen sowie einige schöne Zierpflanzen für Drinnen (Yuccapalme, Drachenbaum u.a.) wechselten die Besitzer.

Fotos: Barbara Maria Zollner

Weinfest in St. Canisius am 13. Oktober 2017

Diesmal fand das traditionelle Weinfest wieder im Pfarrsaal von St. Canisius statt - und zahlreiche Mitglieder dankten mit reger Teilnahme die Rückkehr an den für viele fußläufig besser erreichbaren Ort. An die 60 Gäste folgten interessiert dem Vortrag von Carmen Müller über Friedhöfe.

Foto: Barbara Maria Zollner

Am Beispiel des Münchner Waldfriedhofs erläuterte sie Bedeutung des Friedhofs für die ökologische Vielfalt:

Als abgeschirmte grüne Ruhezone bietet er wertvollen Lebensraum für Wildtiere (der LBV unterhält rund 200 Nistkästen!) sowie für - auch seltene und gefährdete - Pflanzen. Sie Nach einem  Geschichte des Münchner Waldfriedhofs, Die  großzügige, naturnahe Anlage von 1907 wurde europaweit als beispielhaft angesehen; der in den 1960er Jahren angelegte Neue Teil mit großer Aussegnungshalle, einem See und Biotopbereichen greift das Konzept eines naturnahen Parks des Stadtbaumeisters Hans Grässel auf. Eine Besonderheit sind Begräbniszonen wie der italienische Militärfriedhof, ein Bereich für tot geborene Kinder oder das muslimische Gräberfeld, die unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen eigene Ruhestätten anbieten, und andererseits Bereiche für verschiedene Begräbniswünsche, etwa die anonyme Bestattung oder (seit 2008) die sehr begehrten Baumgräber. Carmens Ausführungen zur Geschichte des Waldfriedhofs stießen auf großes Interesse, so dass der Gartenbauverein nächstes Jahr eine Führung anbieten wird.

Foto: Barbara Maria Zollner

Im zweiten Teil ihres Vortrags führte Carmen Müller in die Planung einer Grabbepflanzung ein: Sie erläuterte die optimale Gliederung der Pflanzfläche, die verschiedenen Bereiche - Bodendecker, Randbepflanzung, saisonal wechselnde Blütenpflanzen -, gab Hinweise zur Farbgestaltung anhand des Farbkreises sowie zur Symbolik von Grabpflanzungen. Beispiele für die Auswahl geeigneter Pflanzen für die unterschiedlichen Standortgegebenheiten boten Anregungen für die eigenen Pflanzpläne. Auch aus dem Zuhörerkreis kamen weitere Tipps, so dass sich in den nächsten Wochen wohl viele voller Tatendrang zu ihren Grabstätten aufmachen werden...

Der Bayerische Landesverband der Gartenbauvereine bietet Informationsmaterial zur Grabbepflanzung, das hier heruntergeladen oder über den Gartenbauverein bezogen werden kann. Sprechen Sie uns an!

Erste Veranstaltungsideen für nächstes Jahr wurden diskutiert; so wollen wir zu abendlichen Rundgang durch illuminierte Gärten einladen - wer mag mitmachen? Auch eine mehrtägige Gartenreise nach Südengland während der Pfingstferien ist im Gespräch - bei Interesse melden Sie sich bitte!

alle Fotos: Barbara Maria Zollner

Sechs junge Männer der Münchner Dommusik besangen a capella und mit fabelhafter Stimmkultur die Freuden der Weines, zum Vergnügen aller Anwesenden (im Bild Vorstandsmitglied Hildegard Helbing).

Der Pfälzer Federweiße fand guten Zuspruch, begleitet von ca. zehn verschiedenen Zwiebelkuchen, Quiches und Flammkuchen - die meisten hausgebacken! - sowie Schnittchen mit Salami und Griebenschmalz. Tanja Sixt hatte die Tische herbstlich dekoriert, Maxi Höflmaier (Bild unten) begleitete die lebhafte Unterhaltung mit der Drehorgel.

Allen Mitwirkenden und Helfer/-innen in der Küche und beim Auf- und Abbau herzlichen Dank! Ebenso sehr herzlichen Dank allen Spendern - es sind insgesamt 363 EUR eingegangen, darunter eine Spende von 100 EUR! Die Spenden kommen der Vereinsarbeit zu Gute, insbesondere den immer wieder fälligen Erneuerungsarbeiten am Naturlehrpfad.

Führung durch den Hofgarten Schloss Schleißheim 8. Oktober 2017

Trotz trüben Wetters erlebte eine kleine Gruppe eine fabelhafte Führung durch den Schlossgarten Schleißheim (Fotos: Barbara Maria Zollner)

 

 

Dass die umfangreiche Schlossanlage in Schleißheim mit ihren drei Schlossbauten - Altes Schloss, Neues Schloss (oben) und Schloss Lustheim - und ihrer ausgedehnten Gartenanlage zu den bedeutendsten Barockanlagen Europas gehört, ist den meisten, in Nymphenburg verliebten Münchnern gar nicht bewusst. Kunst- und Gartenhistorikerin Ümit Schaul brachte uns auf ihrer Führung mit der interessanten Entstehungsgeschichte der Anlage auch die kulturhistorischen und politischen Aspekten nahe.


In der fast menschenleeren Weite des Parterres an einem kühlen, trüben Oktobertag brauchte es zwar ein bisschen Fantasie, höfische Feste zu imaginieren. Doch das Bestreben des barocken Herrschers, die Welt und all seine Untertanen in wohlgeordneter Symmetrie vor sich ausgebreitet zu sehen, ließ sich beim Blick über die Anlage unmittelbar nachvollziehen. Im Zentrum der Blickachse: das unvollendete Schloss Lustheim (unten von nahem).

 

Die herbstliche Kargheit der Rabatten, die Monochromie von Grün und dem Graublau von Himmel und Wasser ließ die Strukturen dieser Gestaltung umso deutlicher hervortreten: Bosketten und Broderien, Fontänen und Kaskaden nach französischem Vorbild, der Kanal als spiegelndes Band zwischen Lustheim und dem Neuen Schloss.

 


Das Wasser, das in der Parkanlage ein wesentliches Gestaltungselement darstellt, wird über das nordmünchener Kanalsystem aus Würm und Isar gewonnen und versorgte schon die Schwaige, die noch vor der SChleißheimer Schlossanlage errichtet wurde. Über dieses Kanalsystem ist Schleißheim mit Nymphenburg verbunden.

 

Ausführliche Informationen zur Entstehung der Anlage und zum Kanalsystem: Wikipedia

Zwiebelpflanzaktion am Naturlehrpfad Kriegerheimstraße 24.9.2017

Fotos: Stefan Sixt

Für Frühlingsfreude und Blütenpracht setzten Mitglieder des Gartenbauvereins am 24.9.17 in der Nähe der Stelen des Naturlehrpfads Zwiebeln - auch die Kinder waren mit Begeisterung dabei.

Da zum Auswildern geeignete Sorten ausgewählt wurden, sollten sich die Frühlingsblüher mit der Zeit vermehren und ausbreiten... Halten Sie die Augen offen!

Führung Herbstpflanzung im Westpark am 10. September 2017

Trotz Regens eine erfolgreiche Premiere: Tanja Sixt führte im Westpark und stellte die herbstliche Blütenpracht und das Pflanzkonzept vor. Eine weitere Führung ist für Frühjahr geplant....

Fahnenweihe und Festgottesdienst Luise-Kiesselbach-Platz am 14.7.2017

Am Luise-Kiesselbach-Platz, der nun wieder bepflanzt ist und den Bewohnern von Sendling-Westpark nach jahrelangem Bau wieder eine einladende Erscheinung zeigt, gab es am Wochenende 14.-16. Juni ein Fest mit Festgottesdienst und Fahnenweihe. Unser 1. Vorsitzender Christian Purger trug die Fahne des Gartenbauvereins (Foto: Michi Höflmeier).

 

Ausflug in den Sichtungsgarten Weihenstephan am 9.7.2017

Fotos: Barbara Maria Zollner

Die Sichtungsgärten der Fachhochschule Weihenstephan-Triesdorf sind immer wieder ein lohnendes Ziel für Garteninteressierte: Schauplatzungen zeigen lohnende Pflanzenkombinationen für verschiedene Standorte und Gartensituationen - vom vollsonnigen Trockenbeet bis zum Vollschatten - und bieten zu jeder Jahreszeit einen inspirierenden Anblick.

Unser kundiger Führer erzählte allerhand Interessantes über die Geschichte der Weihenstephaner Gärten, Vorlieben früherer Staudengartendirektoren, die Herausforderungen der Pflanzung und Pflege und nicht zuletzt die Verfahrensweisen bei der Staudensichtung. Als besonderes Zuckerl durften wir zum Abschluss sogar den - nicht öffentlich zugänglichen - Rosensichtungsgarten ansehen.

Wildkräuter-Führung am Naturlehrpfad 1.7.2017

Fotos: Barbara Maria Zollner

Bei sonnigem Wetter zeigt Tanja Sixt die zahlreichen Wildkräuter auf der Magerwiese unseres Naturlehrpfads entlang der Friedhofsmauer Kriegerheimstraße. Auch die Teilnehmer/-innen wussten dies und das Vom Nutzen der Kräuter beizutragen.

Tag der offenen Gartentür am 25.6.2017

Beim Tag der offenen Gartentür, der alle zwei Jahre in München stattfindet, öffneten diesmal zwei unserer Mitglieder ihre Gärten: Tanja Sixt und Hermine Stamnitz.

Beide waren nicht zum ersten Mal dabei, und in beide Gärten strömten nach dem Versiegen des Regens um die Mittagszeit Besucher von nah und fern.

Da wurden Erfahrungen ausgetauscht, Ratschläge zur Pflanzenvermehrung und Schädlingsbekämpfung gegeben und einige Stecklinge fanden neue Besitzer. Pro Garten kamen zwischen 80 und 95 Interessierte (nicht wenige besuchten beide Gärten).

Garten der Familie Sixt:

Fotos: Barbara Maria Zollner

Garten von Hermine Stamnitz:

Fotos: Barbara Maria Zollner

Jahresausflug in den Pfaffenwinkel und zu den Steingadener Blütentagen am 11.6.2017

Der Jahresausflug führte bei prachtvollem Sommerwetter in den Pfaffenwinkel.
Die Strecke über Starnberg und Weilheim bot einen wunderbaren Panoramablick auf die Lechtaler Alpen; nach einem Stopp am Architekturdenkmal Echelsbacher Brücke gab es eine Kaffeepause und Einkaufsgelegenheit auf der Schönegger Käsealm.

In Rottenbuch beeindruckt die Anlage des einstigen Augustinerklosters noch immer durch ihre Weitläufigkeit; eine Besonderheit ist der freistehende Campanile.

Der Pfarrer selbst erläuerte die Bildprogramme und Ausstattung der wertvolle Rokoko-Kirche.


Beim Wirt neben der Wieskirche wartete schon das Mittagessen. Bei der anschließenden Besichtigung der Wieskirche brachte die strahlende Sonne die theatralischen Effekte des lichten Rokoko-Himmels besonders zur Wirkung.

Am Zielort Steingaden lassen sich im Welfenmünster die verschiedenen Baustile vom Mittelalter bis in die Rokoko-Zeit erkennen. Im Kreuzgang präsentierten Floristen ihre Kunst in originellen Gestecken.

Der gepflegte Klostergarten wartet mit vielerlei Heil- und Würzkräutern auf, aufgelockert durch kleine Skulpturen von gärtnernden Mönchen und Zierpflanzen.


Die Hauptattraktion bildete die weitläufige Gartenmesse, bei der zahlreiche Gärtnereien ihre Pflanzen anboten - nicht nur aus dem Pfaffenwinkel, sondern auch spezialisierte Staudenzüchter von weither, dazu allerhand Dekorationsgegenstände und Imbissstände.

Eine schattige "Pflanzengarderobe" bot die Möglichkeit zum Unterstellen der erworbenen Schätze.

alle Fotos: Barbara Maria Zollner

Manch ein Pflänzchen machte in der prallen Sonne schlapp, doch sammelten sich im Gepäckraum des Busses allerhand gefüllte Tüten an. Da bei der Heimfahrt der befürchtete Stau ausblieb, wurde wohl in manchen Gärten abends noch gepflanzt...

 

Ganzjährige attraktive Staudenbeete - Vortrag von Theresa Friedinger bei der Mitgliederversammlung am 17.3.2017

Die jährliche Mitgliederversammlung begann mit einer Rückschau auf zahlreiche Aktivitäten im letzten Jahr: Dank an alle Aktiven, die Wissen, Ideen und Zeit einbringen. Der Vorstand wurde einstimmig entlastet und das neue Budget genehmigt. Auch in diesem Jahr sind interessante Veranstaltungen und Ausflüge in Planung.

Theresa Friedinger, Gartenfachberaterin im Landkreis München, erläuterte in ihrem Vortrag mit zahlreichen Pflanzbeispielen anschaulich, wie eine Staudenpflanzung aufgebaut wird: Ausgehend von den Standortbedingungen sind Höhe, Gestalt und Platzbedarf wichtige Aspekte bei der Anlage des Beetes. Neben der Blütenfarbe sind auch Blattformen und Wachstumszeiten zu bedenken, damit auch vor und nach den Blühphasen ein harmonisches Bild entsteht.

Die Arbeitsblätter zum Vortrag (Pflanzschema, Pflanzdichte) können bekommen - gartenbauverein.grosshadern@gmail.com

alle Fotos: Barbara Maria Zollner

Frühjahrsputz im Garten - Gartenpraxis mit Tanja Sixt am 12.3.2017

In ihrem Garten demonstrierte Tanja Sixt, wie Gehölze und Rosen im zeitigen Frühjahr sachgerecht zurückgeschnitten werden. Dürre oder verpilzte Triebe gehören auf jeden Fall entfernt und das Werkzeug nach dem Schnitt gereinigt. Bei Rosen wartet man bei weniger geschützten Standort die Forsythienblüte ab, ehe man auf 3-4 Augen zurückschneidet. Auch viele Stauden brauchen einen Rückschnitt, der das Wachstum anregt. Bei Clematis und Hortensien verlangen verschiedene Arten (Hybriden oder botanische) unterschiedliche Schnitte.

Foto: Barbara Maria Zollner

 

Frühlingsschnitt an Obstgehölzen - Schnittkurs am 5.3.2017

Gepflanzt wurde der Apfelbaum auf der Wiese vor der Reformationsgedächtniskirche wurde im Rahmen der Aktion "Hadern - ein blühender Obstgarten" (initiiert von ergon e.V. ab 2005); mittlerweile ist er ziemlich struppig gewachsen und bedurfte der Auslichtung. Gartenfachmann Gregor Meyer-Bender erklärte, wieso die Triebe Licht brauchen, und zeigte, wie man Fruchtholz von alten Trieben unterscheidet und wie man mit durchdachtem Schnitt der Krone wieder Gestalt verleiht.

 

Vorher (oben) - nachher (unten) - Fotos: Barbara Maria Zollner

Es gibt noch mehr Obstbäume auf öffentlichem Grün: Werden Sie Baumpate!

Vortrag Urban Gardening und Filmvorführung "Eine andere Welt ist pflanzbar"

10.11. und 11.11.2016 im Stadtteilzentrum Guardini90

Rund zwanzig Gärtner/-innen und Interessierte kamen zur Vortrag "Urban Gardening – neue Formen des Gärtnerns in der Stadt."

 

Foto: Tanja Sixt

Vom selbst gezogenen Gemüse auf der gepachteten Parzelle, Tomaten auf dem Balkon, Dach- und Hofbegrünung zu interkulturellen Gärten und der Bepflanzung vernachlässigter Plätze und Baumscheiben reicht das Spektrum von Urban Gardening. Barbara Maria Zollner führte ins Thema ein: Urban Gardening ist ein international ein Thema von großem Interesse, seit mehr Menschen in Städten Leben als auf dem Land. In vielen Ländern geht es vor allem um Nahrungsmittelgewinnung, hierzulande steht neben dem Anbau biologischer Lebensmittel auch der Umweltgedanke: die Bereicherung der Stadtnatur um Bienenfutter und lebendiges Grün, das die Artenvielfalt unterstützt (Insekten, Vögel), die Begrünung des Stadtraums zum Klimaschutz und das soziale Miteinander in verschiedenen, auch interkulturellen Gemeinschaftsprojekten.

Vorgestellt wurden u.a. der Sonnengarten Solln, der Bienengarten in Pasing (beide sind aus einem Haderner Projekt von ergon e.V. hervorgegangen), der Haderner Krautgarten, der interkulturelle Gemeinschaftsgarten in der Blumenau, der Tropengarten in der Guardinistraße und unser Naturlehrpfad in der Kriegerheimstraße.

Am darauffolgenden Tag war der Film von Ella von der Haide „Eine andere Welt ist pflanzbar!“ zu sehen. Der Film der Stadt- und Regionalplanerin und Urban Gardening-Pionierin Ella von der Haide, die Gartenprojekte auf der ganzen Welt Gartenprojekte beobachtet und dokumentiert hat, ist inzwischen ein Klassiker.
In Kooperation mit guardini90, der Seniorenvertretung Stadtbezirk 20 und ergon e.V.
 

Pflanzentauschbörse 16.10.2016

Großen Anklang fand die diesjährige Pflanzentauschbörse. An die zwanzig Besucher - Mitglieder ebenso wie auch Gäste aus der Nachbarschaft und dem weiteren Umkreis kamen mit vielerlei liebevoll vorbereiteten Stauden und Zimmerpflanzen:

 

 

Fotos: Barbara Maria Zollner

Eine ganze Kalanchoe-Kinderstube und Aloe vera in verschiedenen Größen, zauberhafte kleine Fächerpalmen, unterschiedlich blühende Kakteen, Buntnessel, Grünlilie, Erdorchideen, eine Wasserhyacinthe, sogar ein stattlicher Pfennigbaum u.a. fanden neue Besitzer.

Für den Garten gab es z.B. verschiedene Bartiris in blau und weiß, Topinambur in mehreren Wachstumsstadien, der sich gleichermaßen als vermehrungsfreudige, sonnenblumenähnliche Zierpflanze wie als Knollengemüse empfiehlt, ferner Funkien, Heuchera und Sonnenhut, Wollziest und Ziergräser. Da wurden eine Balkonbepflanzung neu geplant, Standort-Empfehlungen gegeben, Pflegetipps und Erfahrungen ausgetauscht. Bei mildem, sonnigen Wetter machte auch der Gartenrundgang Spaß.

Herzlichen Dank allen, die beigetragen haben!

Weinfest 14.10.2016 im Pfarrsaal St. Hedwig

Das traditionelle Weinfest des Gartenbauvereins Großhadern fand diesmal in St. Hedwig statt: 

Tanja Sixt hatte die Tische im Pfarrsaal aus dem eigenen Garten herbstlich dekoriert,

Christian Purger hatte Federweißen aus der Pfalz besorgt:

Mitglieder trugen mindestens acht verschiedene Quiches und Zwiebelkuchen bei, und Stefan Sixt sorgte für den kulinarischen Nachschub aus der Küche.

 

Fotos: Barbara Maria Zollner

In ihrem gemeinsamen Vortrag stellten Tanja Sixt (rechts) und Jeanette Langguth nützliche Wildpflanzen vor, die auf dem Magerboden am Naturlehrpfad an der Kriegerheimstraße wachsen: eine Fülle wertvoller Pflanzen, viele davon genießbar oder sogar heilkräftig.

Carmen und Rebecca Müller eröffneten als Akkordeon-Duo den musikalischen Teil des Abends, gefolgt von A cappella-Highlights vom "Kleinen Grünen Kaktus" bis zur Liebeserklärung an den Strudl.

Mit ihrer Drehleier sorgte Maxi Höflmeier auch am weiteren Abend für anhaltend gute Stimmung.

alle Fotos: Barbara Maria Zollner

Ausflug auf die Roseninsel im Starnberger See am 10.7.2016

Über dreißig Gartenfreude unternahmen bei strahlendem, heißen Sommerwetter einen Ausflug auf die Roseninsel. Durch den Lennépark in Feldafing ging es zu Fuß hinunter zum Glockensteig; eine Barke brachte uns auf die Insel – ein zauberhafte grüne Idylle, die schon dem menschenscheuen Ludwig II. Zuflucht bot.

Maximilian II. hatte die Insel und die Ländereien am Westufer des Starnberger Sees 1850 als Sommerresidenz erworben; Franz Jakob Kreuter schuf mit Peter Joseph Lenné einen Landschaftspark englischer Prägung. Große Bäume, gewundene Wege, die das Seeufer ahnen lassen und von Zeit zu Zeit schön inszenierte Blicke auf die Landschaft oder auf die Sehenswürdigkeiten der Insel eröffnen: das Casino, architektonisch inspiriert vom italienischen Traum der Preußenkönige Charlottenhof, und den Rosengarten mit der blau-weißen Glassäule (das einzige Pendant zu dieser Kostbarkeit steht in Potsdam).

Lange schlummerte die Roseninsel im Dornröschenschlaf; erst vor knapp zehn Jahren wurde sie wieder in ihrer soweit wie möglich ursprünglichen Gestalt wieder hergestellt: Welche Schwierigkeiten dabei zu überwinden waren, davon berichtete unsere Führerin aus erster Hand:

Clarissa Bayerbach, dankenswerterweise eingesprungen für die kurzfristig erkrankte Führerin, hat selbst an dieser Rekonstruktion maßgeblich mitgearbeitet und ließ uns teilhaben an der Suche nach den Kieswegen des Rosengartens und dem Ringen um Entscheidungen - etwa für oder gegen den Erhalt einzelner Bäume oder die Frage, welche Unterpflanzung im Rosengarten dem Appetit der Starnberger See-Enten widersteht (Katzenminze).

Dieses Kleinod der Gartenkunst kann von Mai bis Oktober besucht werden und zeigt bei jedem Wetter einen eigenen Reiz; mit Führung kann man auch die Innenräume des besichtigen.

alle Fotos: Barbara Maria Zollner

Weitere Infos:

www.roseninsel.org/index.php/home

www.bayregio-starnberger-see.de/tipps/roseninsel.php

www.starnbergersee-info.de/roseninsel/

 

Wildkräuter entdecken am Naturlehrpfad mit Tanja Sixt 2.7.2016

Trotz zweifelhafter Witterung hatten sich etwa die 15 Interessierte eingefunden, um unter kundiger Führung von Tanja Sixt Kräuter zu bestimmen und mehr über ihre Eigenschaften und Nutzung zu erfahren. Und unterm grauen Himmel leuchteten die Blüten auf der Magerwiese des Naturlehrpfads umso schöner.

Mehr ein Dutzend - oft heilkräftiger - heimischer Gewächse identifizierte Pflanzenkennerin Tanja Sixt im Gespräch mit den Teilnehmern, zum Beispiel:

den Klappertopf (hellgelb), das gewöhnliche Leimkraut  (weiß) und pink leuchtend die Karthäusernelke

die Ackerwitwenblume (Skabiose; helllila in der Hand) neben der Wiesen-Flockenblume

nochmal das gewöhnliche Leimkraut

die Vogelwicke

und das echte honigsüße echtes Labkraut.

 

Buchtipps von Tanja Sixt:

Margarete Vogls kleiner Wildkräuterführer. 100 heimische Wildpflanzen suchen, bestimmen und verwenden
emu verlag

Dr. Michael Lohmann: Blumen im Garten und in der Nachbarschaft. Naturführer in Farbe.

Wildkräuter und Heilpflanzen
Der kleine blv Führer für unterwegs

Sommerschnitt mit Gregor Meyer-Bender 26.6.2016

Ein bisschen Regen schreckt den wahren Gärtner nicht - und so verfolgten 17 Besucher mit gespanntem Interesse (und Regenschirm), wie Gartenfachmann Gregor Meyer-Bender den fachgerechten Johannischnitt erklärte.


Nach der Sommersonnwende (Johanni) ist die rechte Zeit, frühjahrs- und (früh-)sommerblühende Gehölze zuückzuschneiden: Die Tage werden kürzer, deshalb können die Pflanzen nach dem Schnitt gut noch einmal austreiben, doch nicht mehr allzu sehr ins Kraut schießen.Das ist vor allem bei der austriebsfreudigen Forsythie wichtig. Die blüht am zwei- oder dreijährigen Holz.

Deshalb soll man ihr nicht die ganzen frischen Triebe nehmen, sonst kann sie nächstes Frühjahr nicht blühen.


Gestrüpp wie dieses verhindert man, indem man alle zwei Jahre auslichtet.


Dabei gilt ähnliches wie beim Obstbaumschnitt: die kräftig treibenden, nach außen wachsenden Äste brauchten Licht und Luft, parallel wuchernde schwächere und solche, die nach unten hängen, kann man wegnehmen, damit mehr Licht in den Strauch kommt.
Beim Flieder, der gegenständig austreibt, ist darauf zu achten, wo man weitere Verzweigung fördern will - und wo nicht. Beim Rückschnitt fallen auch die abgeblühten Blütenstände - das fördert die Bildung neuer Blütenansätze. Deshalb sollte man nicht zu spät im Sommer schneiden, da die Pflanzen schon bald nach dem Abblühen die neuen Blüten vorbereiten.

Ähnliches gilt sinngemäß für Weigelia, Pfeifenstrauch (Philadelphus), Flieder und andere Frühjahrs- oder Frühsommerblüher.
Dieser Ast stammt von einem Goldregen:

Er ist mit Rotpusteln befallen und abgestorben. Dieser Pilz gehört zu den wenigen, die Gehölze wirklich zerstören können.

Deshalb unbedingt großzügig ausschneiden und die befallenen Pflanzenteile unbedingt in den Müll, keinesfalls in den Kompost oder in die Biotonne.

alle Fotos: Barbara Maria Zollner

Stadtteilfest anlässlich 950 Jahre Hadern 25.6.2016

Gut bewacht präsentierte sich der Gartenbauverein Großhadern beim Stadtteilfest anlässlich der 950 Jahrfeier Hadern am Max-Lebsche-Platz direkt neben der Polizei.

Alle Vorstandsmitglieder und Aktiven trugen dazu bei, bei den Besuchern die Lust am Garten zu wecken:
Sie verteilten Fleißige Lieschen, garniert mit Flyer und Veranstaltungsprogramm.

Große und kleine Besucher bewiesen ihre Kenntnisse (und ein wenig Rategeschick) bei der Zuordnung, welche Pflanzen an welchem Standort gut gedeihen.

Emelie und Elisa begeisterten sich fürs Malen (auf einem Bild ist schon das abendliche Gewitter ist schon vorauszuahnen).

Reger Andrang herrschte am "Fühlbrett", wo sich im Verborgenen Broccoli, Aprikose, Zucchini und andere Früchte ertasten ließen.

alle Fotos: Barbara Maria Zollner

1.5.2016 Haderner Maibaum - Auftakt 950 Jahre Hadern

 

 

 

Mitgliederversammlung 16.3.2016

 

alle Fotos: Barbara Maria Zollner

Die Liebe zu den Blumen und die Leiden des Gärtners (Giersch! Nacktschnecke!) besang das Clownspaar Judith Bopp und Denis Fink, das die Besucher der Mitgliederversammlung am 16. März 2016 mit musikalischen Darbietungen überraschte und zum Mitsingen animierte.

Nach dem Rückblick auf die Aktivitäten des zurückliegenden Jahres, dem Bericht des Kassenprüfers und der Entlastung des Vorstandes ohne Gegenstimmen stellte der 1. Vorsitzende Christian Purger die Vorhaben 2016 vor:

Der Gartenbauverein Großhadern beteiligt sich an der Maibaumwache sowie am Jubiläum 950 Jahre Hadern u.a. mit einem Beitrag zur Festschrift und Teilnahme an der Stadtteilwoche
24.-30. Juni 2016. In Vorbereitung ist ferner eine Ausstellung am Naturlehrpfad bzw. Lorettoplatz. Neben weiteren Terminen zu Schnitt- und Pflanzenkunde sind Ausflüge zu attraktiven Gartenzielen geplant: Auf die Roseninsel, nach Donauwörth und zur Landesgartenschau nach Bayreuth. Termine demnächst hier, Interessenten sind herzlich willkommen.

 

Frühjahrsputz im Garten 6. und 12.3.2016

An zwei Samstagen im März 2016 erfuhren interessierte Teilnehmer, wie sie die saisonalen Gartenarbeiten richtig anpacken können.

Am 6. März zeigte Gregor Meyer-Bender am Beispiel eines Apfelbaums, worauf es beim Schnitt ankommt: Wasserschosse entfernen, Leittriebe identifizieren, Krone auslichten. Am 12. März demonstrierte Tanja Sixt, wie sie die Beete vorbereitet:

Bei den meisten Stauden - wie Hortensien, Anemonen, Christrosen und diversen Sedum-Arten - werden die Samenstände und vorjährigen Blätter geschnitten; die Rosen kürzt man - je nach gewünschter Gestalt - bis auf fünf Augen zurück.

Anders als viele andere Nadelbäume verträgt auch die Eibe einen Rückschnitt. Im zeitigen Frühjahr können auch noch verhorstete Stauden geteilt werden. Für Nährstoffe sorgt frischer Kompost in der Erde. Die Besucherinnen bekamen neben Tipps zu Düngung und Unkrautbekämpfung, Tee und Snacks auch noch Stecklinge von bewährten Sorten mit.

alle Fotos: Barbara Maria Zollner

Weinfest 9.10.2015

Weinfest in St. Canisius mit einem Vortrag von Carmen Müller und Gregor Meyer-Bender über den Boden in Großhadern, Drehorgelmusik, Federweißem und selbst gebackenem Zwiebelkuchen der Mitglieder.

 

 

alle Fotos: Christian Purger

Exkursion Hallertauer Hopfentour 2.8.2015

Nieselregen in München, der bei der Ankunft in Wolnzach schon vergessen war. Weißwurstfrühstück beim Bürgerbräuwirt: Seit einem Jahr ist das  Bürgerbräu in US-Besitz und führt bayerische Tradition (Reinheitsgebot) und interessante Impulse aus der amerikanischen Craft Brewery (handwerkliche Braukunst) zusammen. Zu Weißwurst und Brezn gab es Sorten wie "Holledauer Perle" (Weißbier) und "Zuagroast" (dunkles Ale) oder "Zwickel" zu verkosten, bei denen der Hopfen schön zur Geltung kommt.

Dabei erfuhren die Teilnehmer alles über die aktuellen Trends im Brauwesen sowie auch über die wirtschaftliche Entwicklung der Region und die Unternehmen vor Ort - vom Automobilausrüster über den Hersteller von Hopfen-, Schokolade- und Vanilleextrakten bis zu Hipp und Lowa - und den wachsenden Bevölkerungszustrom.

Gastgeber und Führer Thomas Janscheck wusste von Hopfenanbau bis Braukunde gleichermaßen kenntnisreich wie unterhaltsam zu berichten.

In den Hopfengärten auf dem Lehrpfad waren verschiedene Sorten und Entwicklungsstadien von der Blüte bis zu jungen Dolden zu sehen.

Mit dem Bus ging es weiter nach Rohrbach, von dessen Bahnhof die Pendler der Region im Halbstundentakt nach München oder Ingolstadt gekarrt werden. Auf dem Weg neben den Hopfengärten die Felder, auf denen der berühmte Schrobenhauser Spargel wächst.

Nach dem Mittagessen im Gasthaus Zeidlmeier die Besichtigung des Hopfenmuseums in Wolznach:

Die Architektur wie das Präsentationskonzept dieses kleinen Spezialmuseums beeindrucken optisch wie inhaltlich und machen den Besuch zu einem Erlebnis: Besucher können sogar selbst einen Hopfengarten aufbauen (das erweist sich als gar nicht so einfach) oder im Rückspiegel die Vergangenheit betrachten.

Mehr: www.hopfenmuseum.de

Mit dem Bus ging es weiter nach  Westen hins Donaumoos: Dort hat der Gartenbauverein Ludwigsmoos mit EU-Förderung und mit Unterstützung der Kreisfachberaterin ein Pflanzenlayrinth errichtet.

Brigitte Gottschall erläuterte das Labyrinth, das den Lebensweg symbolisiert, und seine Bepflanzung.

 

Seit 2005 ist das Labyrinth, ergänzt um einen Müll-Pfad und einen Walderlebnispfad, eine Attraktion des touristisch noch nicht stark beachteten Donaumoos.  www.koenigsmoos.de

alle Fotos: Barbara Maria Zollner

Obstbaumschnittkurs 4.7.2015

Gartenfachmann Gregor Meyer-Bender gab eine Einführung in den Obstbaumschnitt im Sommer - v.a. für Süßkirschen angeraten, doch auch für andere Obstbäume sinnvoll. Für den Verlust an Ertrag im selben Jahr entschädigt die Entwicklung des Baumes im folgenden Jahr.

Das Demonstrationsobjekt: über 100 Jahre alter Apfelbaum in einem Großhaderner Hausgarten, der immer noch trägt.

Das richtige Werkzeug: Rosenschere, Baumschere und Fuchsschwanz-Säge. Trittsichere (Doppel-)Leiter und am besten zwei helfende Hände...Hier lohnt sich Qualität: Diese Baumschere - mit Zug auch hoch oben im Baum einsetzbar - tut schon viele Jahre guten Dienst. Schnitte mit der Schere sind sauberer und heilen deshalb schneller.

Dieser junge, nach oben und außen strebende Zweig kann ein neuer Leittrieb werden.

Nach unten weisende Zweige weisen auf erlahmende Kraft in einem Trieb; er kann gekürzt bzw. rausgenommen werden.

Pilzbefall in einem Trieb - sichtbar am dunklen Fleck in der frischen Schnittfläche - ist keine Seltenheit bei einem alten Baum. So lange es ein Einzelfall bleibt, muss man sich noch keine großen Sorgen machen.

Bei parallel wachsenden Trieben: Welcher könnte einem anderen Leittrieb ins Gehege kommen? Wie jung und wuchskräftig sind die einzelnen? Häufig fällt die Entscheidung, den mittleren rauszunehmen

Rechts der verjüngte, ausgelichtete Teil der Baumkrone - die Triebe bekommen genug Licht, können wachsen und fruchten, ohne einander zu behindern.

alle Fotos: Barbara Maria Zollner

Tag der offenen Gartentüre 28.6.2015

Tanja und Stefan Sixt luden in ihren Garten in der Nähe des Münchner Waldfriedhofs - mehr als 150 Besucher kamen.

alle Fotos: Barbara Maria Zollner

Sehr auffällig und schön die schwungvoll gestochenen Kanten: Der Hausherr verwendet dazu einen halbrunden Kantenstecher aus England.

 

Der Garten verfügt neben Eiben über einen alten Baumbestand von Birken und Douglasien-Fichten, die zahlreichen Vögeln Schutz und Lebensraum bieten. Rechts: Buchs-Rondell mit Erdbeeren und Apfelbaum in der Mitte. Apfelbaum ist fünffach gepfropft und liefert damit fünf verschiedene Apfelsorten.

Lichtschachtbepflanzung: Steingartengewächse in lila Farben
 Mehr Infos zum Tag der offenen Gartentüre finden Sie auf www.gartenbauvereine.org oder hier: gartenbauvereine_offene-gartentür_OBB2015.pdf
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Weinfest am 10.10.2014
"A Capella" Männerstimmen der Münchner Dommusik leiteten die Veranstaltung mit Trinkliedern zum Wein ein.

 

Nach dem Vortrag über die Pflanzenwelt in den Alpen tauschten sich die anwesenden Mitglieder in geselliger Runde bei Zwiebelkuchen und Federweißen aus.

Rückblick: Jahresausflug 2014 zur Landesgartenschau nach Deggendorf.

 

 

 

Rückblick:Busausflug am 28.09.2013 nach Lauf an der Pegnitz mit einer Führung durch das Inustriemuseum Lauf und einer Stadtführung durch die Felsenkeller.
Ein kleiner Kommentar vom 1. Vereinsvorsitzenden Christian Purger dazu:
"Um 8.00 Uhr starteten wir heuer bei traumhaften Ausflugswetter unseren diesjährigen Vereinsausflug und Vereinsmitglieder und Gäste erlebten einen wunderschönen Tag mit einer Besichtigung des Industriemuseums, der Altstadt, des Wenzelschlosses (Kaiserburg), der Felsenkeller und noch weiterer sehenswerter Gebäude. Um 19.00 Uhr waren alle gesund und munter wieder zurück in München".


 

 

 

Weinfest am 25.09.2013: Eröffnet wurde dieses Jahr das Weinfest mit zwei Hut-Tänzen von drei Mädchen als Erinnerung an den Münchner Gärtnertag am 6.August 2013, an dem neben unserem 2. Vorsitzenden Wolfram Schorer und einigen Vereinsmitgliedern 16 Mädchen und Buben aus der Mittagsbetreuung der Guardini-Grundschule mit ihren blumengeschmückten Hüten teilnahmen. Nach dem sehr interessanten Fachvortrag von Frau Ulrike Windsperger mit dem Thema" Die Apotheke im eigenen Garten" konnten die Vereinsmitglieder ihr traditionelles geselliges Beisammensein mit frischen Wein, köstlichen Zwiebelkuchen und dem unterhaltsamen Drehorgelspiel von Ernst Höflmaier genießen.
 

 

Haderner Dorffest am 11.05.2013:
Mit seiner schönen Standarte nahm der Gartenbauverein beim Vereinstreffen am Haderner Dorffest teil.

Mitgliederversammlung am 05.03.2013: Vortrag von Herr Mirlach: "Impressionen aus Nachbars Garten."